Mehr als zehn Jahre nach dem RMX-1000 setzt AlphaTheta wieder auf einen eigenständigen Performance-Effector. Der RMX-IGNITE ist dabei kein kosmetisches Update. Die Bedienung wurde um eine dreibandige Effektarchitektur gebaut: Lever FX reagieren unmittelbar, Isolate FX lassen sich fließender dosieren. Beide können getrennt auf Low, Mid und High angewendet werden.
Bei den Lever FX stehen Echo, Reverb, Juggle, Reverse, Solo und Stretch bereit. Die Isolate-Sektion bietet Tape Echo, Reverb, Drive, Filter, Ducker und Rhythm. Ein großer Release-Echo-Taster beendet die Eingriffe und führt kontrolliert zum Originalsignal zurück. Das ist im Clubbetrieb wertvoll, weil komplexe Effektketten nicht einzeln zurückgesetzt werden müssen.
Der Sampler ist stärker in den Performance-Workflow eingebunden als beim Vorgänger. Vier Trigger-Pads, Roll-Patterns, Groove Roll und sechs Sampler Color FX erlauben kleine Builds und rhythmische Ergänzungen, ohne eine zusätzliche Groovebox mitzunehmen. Eigene Samples lassen sich über den Sample Manager vorbereiten.
Technisch arbeitet der RMX-IGNITE mit 96 kHz/64-bit-Mixing-DSP und 32-bit-Wandlern. Über MULTI I/O lässt sich ein kompatibler Mixer per USB digital anbinden; zusätzlich bleiben analoge TS-Verbindungen erhalten. Diese Integration ist elegant, aber das volle Potenzial hängt von kompatibler AlphaTheta-Hardware ab.
Redaktionelle Bewertung auf Basis offizieller Herstellerdokumentation und veröffentlichter technischer Daten. AT-DJ hat für diesen Beitrag kein physisches Testgerät im Langzeittest verwendet.



