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KORG microAUDIO 722 im Review: Interface mit analogem 700S-Filter

Das microAUDIO 722 ist interessant, weil KORG ein Zweikanal-Interface nicht über noch mehr Software-Metering differenziert, sondern über Hardware. Der integrierte analoge 700S-Filter kann Eingänge oder Computer-Audio bearbeiten, per LFO und Hüllkurve…

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KORG microAUDIO 722 im Review: Interface mit analogem 700S-FilterKORGPRODUKTANSICHT / 01
MARKEKORG
TYPTechnology
METHODEANALYSE
PREIS—

KORG baut das microAUDIO 722 um einen ungewöhnlichen Mittelpunkt: den analogen Filter des miniKORG 700S. Das Interface kann deshalb als klassisches 2-In/2-Out-Gerät arbeiten oder als Hardware-Prozessor, durch den externe und vom Rechner zurückkommende Signale geführt werden.

Die Audiosektion unterstützt bis zu 24 Bit/192 kHz. Die beiden Eingänge akzeptieren Mikrofon, Line und Hi-Z, 48-Volt-Phantomspeisung ist vorhanden. Noise Gate sowie Compressor oder Limiter lassen sich den Kanälen zuweisen. Direct Monitoring arbeitet ohne wahrnehmbare Rechnerlatenz; der Kopfhörerausgang kann unabhängig vom Main-Out geroutet werden.

AT-DJ WERTUNG

24-bit/192-kHz-Audio, flexible Monitor-Routing, MIDI und ein echter analoger Filter aus der 700S-Tradition geben dem microAUDIO 722 ein klares Alleinstellungsmerkmal. Zwei Eingänge bleiben für größere Studios knapp.

8.5/10

24-bit/192-kHz-Audio, flexible Monitor-Routing, MIDI und ein echter analoger Filter aus der 700S-Tradition geben dem microAUDIO 722 ein klares Alleinstellungsmerkmal. Zwei Eingänge bleiben für größere Studios knapp.

Der 700S-Filter bietet Low-Pass, High-Pass und Bypass. Cutoff und Resonance werden durch LFO beziehungsweise Envelope ergänzt. Interessant für elektronische Studios ist, dass nicht nur Live-Eingänge, sondern auch Audio aus dem Rechner durch die analoge Sektion geschickt werden kann. MIDI In/Out erlaubt Synchronisation und Automation des Filters.

Loopback macht Streaming und Sampling unkomplizierter. USB-C ermöglicht den Betrieb mit Computern, Smartphones und Tablets. Mit 207 × 128 × 68 mm und 553 Gramm bleibt das Gerät transportabel.

Die Kehrseite ist die Kanalzahl. Zwei Inputs und zwei Hauptausgänge reichen für einen Synth, ein Stereo-Paar oder ein kleines mobiles Setup, nicht für ein Studio mit mehreren dauerhaft angeschlossenen Maschinen.

Redaktionelle Bewertung auf Basis offizieller Herstellerdokumentation und veröffentlichter technischer Daten. AT-DJ hat für diesen Beitrag kein physisches Testgerät im Langzeittest verwendet.