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Novation bringt Keystroke Custom Modes auf Launchkey

Ein fokussiertes Werkzeug, kein universelles Versprechen.

8/10

Novation erweitert Launchkey mit Keystroke Custom Modes. Laut offizieller Ankündigung können Nutzerinnen und Nutzer DAW-Tastaturbefehle über die Pads zuweisen, konfiguriert über Novation Components. Das klingt klein, betrifft aber einen zentralen Punkt vieler Setups: Wie oft muss man während einer Idee zurück zur Computertastatur? Ein MIDI-Controller ist dann stark, wenn er die Aufmerksamkeit bündelt. Transport, Aufnahme, Clip-Start, Mixer und Plugin-Steuerung sitzen bereits auf vielen Geräten. Tastaturbefehle sind oft die Lücke, weil jede DAW ihre eigenen Routinen hat und viele Arbeitsabläufe nur über Shortcuts schnell bleiben. Pads als Shortcut-Fläche können den Launchkey stärker in Richtung Arbeitsoberfläche verschieben. Ein Pad muss dann nicht nur Note, Drum oder Clip sein, sondern kann Schnitt, Quantisierung, Zoom, Loop, Capture oder andere Befehle auslösen. Die Qualität dieses Ansatzes hängt davon ab, wie schnell sich sinnvolle Belegungen merken lassen. Für Live-Nutzerinnen und -Nutzer kann das besonders nützlich sein, wenn Aufnahme, Session View und Arrangement-Wechsel enger zusammenrücken. In Logic, Cubase oder anderen DAWs kann derselbe Gedanke anders aussehen, weil dort andere Shortcuts und Mischroutinen im Alltag dominieren. Die Ankündigung ersetzt keinen Praxistest mit einem gewachsenen Projekt. Sie zeigt aber, dass Novation den Controller nicht nur als Tastatur versteht, sondern als Weg, den Blick länger vom Bildschirm zu lösen. Gerade bei kompakten Studios kann diese kleine Verschiebung spürbar sein.

AT@DJ editorial article based on official public information; no manufacturer loan or paid placement is claimed.