Waves hat eMotion LV1 v17 veröffentlicht. Das Update konzentriert sich auf die Bedienoberfläche des Live-Mixers: neue Grafiken in nativer 1920×1080-Auflösung, flexiblere Mixer-Ansichten, eine überarbeitete ALL-Ansicht und ein neuer Channel-Edit-Modus für direkten Zugriff über die Hardware-Encoder. Version 17 steht für LV1 Classic und modulare Systeme auf Basis der LV1-Software bereit.
Die Änderungen greifen vor allem dort ein, wo bei einer Live-Produktion viele Kanäle gleichzeitig beobachtet werden müssen. Farben, Schriften und Layouts wurden neu geordnet, Bedienelemente stärker gruppiert und wichtige Statusanzeigen sichtbarer platziert. Die zwei Mixer-Fenster lassen sich außerdem detaillierter auf die jeweilige Aufgabe zuschneiden.
Drei Reihen im Mixer und speicherbare Layouts
Wird die Option Big Faders deaktiviert, kann LV1 v17 ein dreireihiges Mixer-Layout anzeigen. Für jede Reihe lässt sich auswählen, welche Informationen und Bedienelemente sichtbar sind. Die Reihen können vertauscht und komplette Konfigurationen als Preset gespeichert werden.
Auch Channel Focus wurde erweitert. Die Farbcodierung ist deutlicher, der Bereich für die Ausgangswahl größer und zusätzliche Statusinformationen zeigen unter anderem Recall Safe, Dugan und IEM an. Beim Panning hat Waves die Bedienwege überarbeitet; die Filter sitzen nun unterhalb des EQ und folgen dessen Stereo-Mapping.

Die ALL-Ansicht trennt Inputs, Busse und Master klarer
Das ALL-Fenster wurde ebenfalls neu strukturiert. Eingänge stehen links, Mix-Busse rechts, DCA und Master im unteren Bereich. Aux-Sends können über Flip direkt in dieser Gesamtansicht dargestellt werden. Neue Anzeigen markieren Link- und Record-Zustände.
Für den Fader-Bereich gibt es zwei Arbeitsweisen: eine Ansicht mit vollständiger Fader-Steuerung und einen reinen Meter-Modus. Letzterer schützt vor unbeabsichtigten Pegeländerungen, wenn die ALL-Seite hauptsächlich zur Übersicht über größere Produktionen genutzt wird.
Channel Edit legt EQ, Dynamics und Sends auf die Encoder
Der neue Channel Edit-Modus bindet die Drehregler der Konsole direkt an den ausgewählten Kanal. EQ, Filter, Dynamik und Aux-Sends werden automatisch auf die Encoder gelegt. Dadurch können zentrale Parameter haptisch bearbeitet werden, während die aktuelle Bildschirmansicht bestehen bleibt.

Die obere Leiste wurde zugleich aufgeräumt. Kanal- und Systemanzeigen stehen links, die Fensterauswahl bleibt in der Mitte und Aktionen wie Tap oder Lock befinden sich rechts. User Keys und Mute Groups sind dort nun ständig erreichbar, ebenso der Zugriff auf die ALL-Ansicht.
RTA im eMo Q4 und GEQ-Steuerung über Fader
Waves hat auch einzelne Werkzeuge im LV1-Umfeld angepasst. eMo Q4 und F6 Dynamic EQ unterstützen Pinch-Gesten zum Verändern der Güte. eMo Q4 erhält einen integrierten Echtzeitanalysator. Der GEQ kann auf die Fader der Konsole gelegt werden und steht zusätzlich über die mobilen LV1-Apps zur Bedienung bereit.
In den Release Notes vom 1. September führt Waves außerdem aktualisierte MyFOH-Unterstützung für die neuen LV1-Funktionen und die GEQ-Fadersteuerung auf. Tracks Live 2.0 mit tiefer LV1-Integration ist separat angekündigt und soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
- Neu gestaltete Oberfläche in nativer 1920×1080-Auflösung.
- Dreireihige Mixer-Layouts bei deaktivierten Big Faders.
- Überarbeitete ALL- und Channel-Fenster.
- Channel Edit für EQ, Filter, Dynamics und Aux-Sends.
- RTA im eMo Q4.
- GEQ-Steuerung über Konsolenfader sowie mobile Apps.
Für Clubs, Tourproduktionen und elektronische Live-Acts mit größeren I/O-Setups ist v17 vor allem ein Workflow-Update. Die zugrunde liegende LV1-Plattform bleibt erkennbar, doch die Wege zu Kanalparametern, Gesamtübersicht und haptischer Steuerung wurden an mehreren Stellen verkürzt.









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