[UNVRS] beendet seine zweite Saison am Samstag, 10. Oktober 2026, mit einer Closing Party über Main Room, Wild Comet und The Bunker. Im offiziell aktuell bestätigten Main-Room-Line-up stehen Adriatique, Dennis Cruz, East End Dubs, Mochakk, Rafael, The Martinez Brothers und WhoMadeWho mit einem Hybrid-DJ-Set; zusätzlich ist ein Special Guest angekündigt. Die drei Räume sollen dabei nicht nur unterschiedliche Größen, sondern auch unterschiedliche Formen von Clubenergie abbilden.
Das Ende von Saison zwei
[UNVRS] wurde 2025 eröffnet und ist als sogenannter Hyperclub konzipiert: ein Club, der die technische und räumliche Größenordnung eines großen Venues mit einer stärker auf Dancefloor und Detail ausgerichteten Nachtclubarchitektur verbinden will. Der Begriff ist Marketing, aber die räumliche Idee dahinter ist interessant. Main Room, Wild Comet und Bunker sind keine bloßen Nebenflächen, sondern unterschiedlich angelegte Situationen innerhalb desselben Komplexes.
![[UNVRS] beendet seine zweite Saison am 10. Oktober 2026. Credit: [UNVRS].](https://firebasestorage.googleapis.com/v0/b/atdj-production.firebasestorage.app/o/cms%2Fnews%2F2026%2F08%2Fgpt-unvrs-closing-2026-png-259e6c1c-241d-4b1e-ba5b-b883c47150b3.png?alt=media&token=9a90a27c-922c-4822-82e2-b9d98e938bdd)
Adriatique und Mochakk treffen auf House aus New York
Im Main Room treffen mehrere unterschiedliche Strömungen des aktuellen House- und Techno-Markts aufeinander. Adriatique stehen für melodische, stark dramaturgische Elektronik. Mochakk arbeitet wesentlich körperlicher, mit House-Grooves, schnellen Richtungswechseln und einer Performance, die eng mit seiner Wirkung als DJ verbunden ist. The Martinez Brothers bringen wiederum New Yorker House-Geschichte, Latin-Rhythmik und eine sehr lockere Form von Club-Funk mit.
Dennis Cruz und East End Dubs verschieben den Raum stärker in Richtung Tech House, Minimal und Deep Tech. Beide sind DJs, deren Sets von Groove und Wiederholung leben, aber unterschiedlich gebaut sind: Cruz arbeitet häufig direkter mit kräftigen Basslines, East End Dubs reduzierter und trockener. Rafael ergänzt das Feld, während WhoMadeWho mit einem Hybrid-DJ-Set die Grenze zwischen DJ-Set und eigener Live-Identität aufweichen.
Wild Comet hält die Stilgrenzen offen
Im Wild Comet sind Bender, Dennis Quin, Kamma, Mella Dee und Mr Belt & Wezol bestätigt; die offizielle Clubseite führt außerdem weitere Programmpunkte für den Raum. Das Spektrum reicht von House bis zu härteren, rave-nahen Momenten. Mella Dee ist dafür ein gutes Beispiel: Seine Sets können zwischen House, Techno und UK-Rave-Referenzen springen, ohne sich lange an einer Genregrenze aufzuhalten.
Mr Belt & Wezol setzen einen anderen Akzent und bringen eine sehr direkte, sample- und grooveorientierte House-Sprache mit. Dennis Quin steht für tiefen, oft klassisch informierten House. Damit wird Wild Comet nicht zum kleineren Abbild des Main Rooms, sondern zu einem Raum, der schneller zwischen Stimmungen wechseln kann.
The Bunker reduziert die Größe
Im Bunker sind Discoliscious und Melon Bomb angekündigt. Der Raum ist bewusst intimer angelegt und bietet damit ein Gegenmodell zur monumentalen Architektur des Main Rooms. Gerade bei einem Closing kann so ein kleinerer Floor wichtig werden. Wenn der Hauptsaal permanent auf maximale Produktion läuft, braucht ein Club Orte, an denen die Distanz zwischen DJ und Publikum wieder schrumpft.
Keine falsche Sicherheit bei noch offenen Namen
Beim Line-up gibt es einen wichtigen redaktionellen Punkt: Frühere Ankündigungen und Sekundärberichte nannten teilweise zusätzliche Namen. Die aktuell abrufbare offizielle [UNVRS]-Eventseite führt im Main Room Adriatique, Dennis Cruz, East End Dubs, Mochakk, Rafael, The Martinez Brothers, WhoMadeWho und einen noch nicht benannten Special Guest. Diese aktuelle Fassung ist die Grundlage für den Stand dieses Artikels. Bei Closing-Partys mit laufend aktualisierten Line-ups ist genau diese Trennung zwischen bestätigten und früher genannten Namen entscheidend.
100 Euro für die Standardkarte
Auf der offiziellen Eventseite wird die Standardkarte derzeit mit 100 Euro angegeben; ein Ticket mit Eintritt vor 1 Uhr kostet 90 Euro. Das ist für Ibiza-Closing-Verhältnisse kein ungewöhnlicher Preis, aber trotzdem eine Summe, die die wirtschaftliche Realität moderner Großclubs deutlich macht. Gerade deshalb wird entscheidend, ob die Produktion und die parallelen Räume tatsächlich genug musikalische Vielfalt liefern, um den Abend mehr als nur als großen letzten Termin wirken zu lassen.
Das Closing als Test für die Hyperclub-Idee
Nach zwei Saisons ist [UNVRS] kein neues Experiment mehr, aber weiterhin jung genug, dass sich seine langfristige Identität erst formt. Ein Closing ist dafür ein guter Test. Wenn Main Room, Wild Comet und Bunker nur unterschiedliche Lautstärken desselben Programms anbieten, bleibt die Hyperclub-Idee vor allem Architektur. Wenn die Räume musikalisch eigenständig funktionieren, entsteht tatsächlich ein Club, den man über Bewegung und Entscheidungen erlebt.
Das Line-up vom 10. Oktober bietet dafür genügend Kontraste: melodische Elektronik, New Yorker House, Deep Tech, Tech House, Rave-Energie und kleinere Clubmomente unter einem Dach. Nach einer Saison voller großer Residencies ist das ein sinnvoller Schlusspunkt – nicht, weil jeder Name maximal groß ist, sondern weil die Nacht mehrere Versionen von Ibiza-Clubkultur gleichzeitig zulässt.








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